Ein weiterer Meilenstein zur Umsetzung der Vision des „gestapelten Dorfs“ in der Mitte Burbachs ist erreicht. Der Heimatverein Burbach erhält die maximale Förderung der LEADER-Region 3-Länder-Eck in Höhe von 250.000 € zur Ertüchtigung des 1. Obergeschosses als Co-Working-Space inklusive Dachsanierung.
Der Förderbeschluss folgt einer umfangreichen, mehrjährigen Planungsphase des Großprojekts mit breiter Unterstützung der Gemeinde, der Sparkasse Burbach-Neunkirchen, der ortsansässigen Unternehmerschaft sowie vielen engagierten Mitgliedern des Heimatvereins und der Bürgerschaft.
Vereinsvorsitzender Volker Gürke hält die positive Nachricht mit Freude und einer gewissen Erleichterung in den Händen: „Wir haben uns sehr intensiv mit dem zukünftigen Konzept des Hauses beschäftigt. Nun freue ich mich, dass die Handwerker endlich loslegen können.“
Der Gebäudekomplex am historischen Marktplatz fungierte einst als Postkutschenstation, Hotel Koch und Gasthof am Römer – und prägt bis heute das Ortsleben. Ausgehend von seiner satzungsgemäßen Verpflichtung entwickelte der Heimatverein das Konzept eines multifunktionalen Begegnungsortes zur Wiederbelebung des Hauses.
Unter dem neuen Namen COCH*, abgeleitet von der früheren Bezeichnung „Koch“, soll der Treffpunkt modernem Arbeiten und Austausch dienen.
Die Gasträume im Erdgeschoss wurden zu einer beliebten, urigen Ehrenamtskneipe samt Kegelbahn umfunktioniert. Daneben befindet sich eine Remise mit Innenhof, die für Veranstaltungen privater und geschäftlicher Art gemietet werden kann.
Mit Hilfe der bewilligten EU-Fördergelder wird nun die 1. Etage des alten Fachwerkgebäudes zu temporär nutz- und buchbaren CO-Working Räumlichkeiten ausgebaut. Ziel ist es, Gründern, Unternehmen und Selbstständigen, aber auch Vereinen und Initiativen aus der Region durch ein kreatives Umfeld mit besonderer Atmosphäre einen Ort des modernen Arbeitens und der Vernetzung zu bieten. Die Vision umfasst zudem eine Dorfherberge mit Fremdenzimmern im 2. Obergeschoss. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Aktuell laufen erst mal die Arbeiten für das Co-Working auf Hochtouren.
Die Bedeutung des Projektes für die Region hebt die Vorsitzende des LEADER-Regionalvereins, Roswitha Still besonders hervor: „Es ist ein wichtiges Leitprojekt in unserer regionalen Entwicklungsstrategie für die LEADER-Region 3-Länder-Eck. Wir fördern die Attraktivität des ländlichen Raums als modernen Arbeits- und Lebensort. Ein überwiegend leerstehendes, historisches Gebäude wird mit einem innovativen, zukunftsweisenden Konzept neu belebt. Davon profitiert die gesamte Region.“
Unterstützung bei der Durchführung des LEADER-Projekts erhält der Heimatverein durch die Regionalmanagerinnen des 3-Länder-Ecks. Ein besonderes Merkmal des LEADER-Programms ist die persönliche Begleitung der Akteure durch den gesamten Prozess, so dass auch die formale Seite der Förderung auf sicheren Beinen steht. Der Vorsitzende bringt es dankbar auf den Punkt: „Ohne das Regionalmanagement hätte ich mir das Projekt nicht zugetraut.“
Die Arbeiten rund um den CO-Working-Space sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Dann kann in der Dorfwerkstatt an vielen neuen Projekten getüftelt werden.
Bildunterschrift
Über den positiven Förderbescheid freuen sich (v.l.n.r.):
Stefanie Schmidt, Regionalmanagerin LEADER-Region 3-Länder-Eck
Volker Gürke, Vorsitzender Heimatverein Alte Vogtei Burbach
Christina Bösch, Stellv. Vorsitzende Heimatverein Alte Vogtei Burbach
Bürgermeister Christoph Ewers, Gemeinde Burbach
Roswitha Still, 1. Vorsitzende Regionalverein LEADER-Region 3-Länder-Eck e.V.
Christian Roth, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Burbach-Neunkirchen
Achim Sahm, Leiter Bauausschuss des Heimatvereins Alte Vogtei Burbach
Philipp Halbach, Architekt