Was ist LEADER

LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes. LEADER steht dabei für „Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“, was übersetzt etwa bedeutet „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Das Programm ist Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) und wird durch Landesmittel bezuschusst. Ziel der Förderung ist die Unterstützung einer eigenständigen und nachhaltigen Regionalentwicklung in ländlichen Gebieten.

Die Menschen vor Ort kennen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten am besten. Ideen aus Wirtschaft, Tourismus, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft können durch LEADER-Initiativen gebündelt und verwirklicht werden.

Der LEADER-Ansatz verfolgt dabei die folgenden Ziele:

  • Impulse zur eigenständigen, nachhaltigen Regionalentwicklung geben,
  • Entwicklungspotentiale zur Entfaltung bringen, die nicht durch äußere Einflüsse entstanden sind,
  • regionale Handlungskompetenzen stärken,
  • isolierte bestehende Entwicklungsansätze bündeln,
  • Entwicklungshemmnisse erkennen und beseitigen sowie
  • einen Beitrag zur Verminderung der Probleme der ländlichen Räume zu leisten.

Damit sollen im Einzelnen

  • die ländlichen Räume als Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsraum gestärkt werden,
  • die im ländlichen Raum lebenden Menschen weiterqualifiziert werden und
  • die natürlichen Lebensgrundlagen, die Biodiversität und das Natur- und Kulturerbe erhalten, regeneriert und gesichert werden.

Die Umsetzung in Nordrhein-Westfalen erfolgt über das NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020. Weitere Informationen zum NRW-Programm Ländlicher Raum finden Sie auf der Internetpräsenz des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW: http://www.umwelt.nrw.de

Informationen zu den Förderbedingungen

Um Fördermittel erhalten zu können, müssen zunächst die grundlegenden Förderbedingungen erfüllt sein. Diese sind für LEADER in jedem Bundesland unterschiedlich. Für das Land NRW und somit für die Region 3-Länder-Eck gelten folgende Förderbedingungen:

Wer?

LEADER Richtlinie

Zuwendungsempfänger „Innovative Projekte“:

Natürliche und juristische Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts

Zuwendungsempfänger kann grundsätzlich jeder sein! Im Prinzip kommen für eine Förderung alle natürlichen und juristischen Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts in Frage. Es können demnach sowohl Privatpersonen Fördermittel beantragen, als auch Vereine, Unternehmen und die Kommunen der Region.

ILE Richtlinie

Zuwendungsempfänger „Dorferneuerung und -entwicklung“: 

Gemeinden, nur z.T. natürliche und juristische Personen

Zuwendungsempfänger „Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen“:  

Gemeinden, natürliche und juristische Personen

Wie viel?

LEADER Richtlinie

Förderquote „Innovative Projekte“:  

  • max. 65 %
  • max. Zuschuss pro Projekt: 250.000€
  • Bagatellgrenze: 2.000€ (bei privaten Antragstellern) / 12.500€ (bei öffentlichen Antragstellern)

ILE Richtlinie

Förderquote „Dorferneuerung und -entwicklung“:

  • 65 % mit kommunalem Konzept (IKEK o. DIEK)
  • 45 % ohne Konzept der Gemeinde
  • für private Antragssteller: 35 %

Förderquote „Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen“:

  • 65 % für öffentliche und 35 % für private Zuwendungsberechtigte
  • Bagatellgrenze: 5.000€ (bei privaten Antragsstellern) / 12.500€ (bei öffentlichen Antragsstellern)

Was?

LEADER Richtlinie

Förderbestand „Innovative Projekte“:

  • „Förderung von Wissenstransfer und Innovation in der Land- und Forstwirtschaft und den ländlichen Gebieten“
  • „Förderung der sozialen Eingliederung, der Bekämpfung der Armut und der wirtschaftlichen Entwicklung in den ländlichen Gebieten“

ILE Richtlinie

Förderbestand „Dorferneuerung und -entwicklung“:

  • Platzgestaltung
  • dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen
  • Grün- und Freiraumgestaltung

Förderbestand „Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturmaßnahmen“:

  • Freizeitinfrastruktur
  • Fremdenverkehrsinfrastruktur
  • kleine touristische Infrastrukturen

Allgemeine Förderbedingungen

  • Kofinanzierung: Stiftungsgelder als zweckgebundene Spende (gemeinnütziger Verein), 10% Eigenanteil muss bestehen
  • Aber: keine Kumulation von Fördermitteln
  • Eigenleistungen/ Arbeitseinsatz (15€/h, max. 60% des Unternehmernettolohns) bei Kommunen und gemeinnützigen Vereinen
  • Flächen- und Nutzungsrechte von 12 Jahren nötig
  • Kostenerstattungsprinzip: Projektträger müssen in Vorleistung treten

Für nähere Informationen zu den Förderbedingungen und Möglichkeiten der Vorfinanzierung kontaktieren Sie bitte das Regionalmanagement.