Das Regionale Entwicklungskonzept (REK), auch Lokale Entwicklungsstrategie (LES), einer Region ist der Wettbewerbsbeitrag zur Teilnahme am LEADER-Prozess und ersetzt die Gebietsbezogenen Integrierten Entwicklungskonzepte (GIEK) aus der vorherigen Förderperiode. Das REK der LEADER-Region 3-Länder-Eck kann hier heruntergeladen werden.

Das von einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) einzureichende Regionale Entwicklungskonzept muss dabei gemäß dem NRW-Programm Ländlicher Raum 2014-2020 folgende Gliederung und Struktur aufweisen:

A )  Festlegung  und Abgrenzung  des  Gebietes  und der  Bevölkerung, die  von  der  Entwicklungsstrategie umfasst werden.

B)  Beschreibung der Methodik der Erarbeitung der Lokalen Entwicklungsstrategie unter besonderer Berücksichtigung der Einbindung der örtlichen Gemeinschaft in die Entwicklung der Strategie.

C)  Situative  Beschreibung  der  wirtschaftlichen,  räumlichen,  sozialen  und  natürlichen Ausgangslage der Region, einschließlich einer Bestandsaufnahme und Berücksichtigung  bestehender  Entwicklungsansätze  und  lokaler  Prozesse,  Netzwerke  und anderweitiger Trägerstrukturen regionaler Entwicklung (z.B. Naturparke, Euregio, Regionalen etc.).

D)  Analyse des Entwicklungsbedarfes und des Potentials des Gebietes, einschließlich einer Analyse von Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken. In diesem Zusammenhang  sind in jedem Fall entsprechende Darstellungen zur wirtschaftlichen und  demographischen  Entwicklung  des  Gebietes  sowie  zu  sozialen  Handlungsbedarfen, insbesondere in Bezug auf die soziale Integration von Kindern, Jugendlichen und Familien vorzunehmen.

E)  Entwicklungsziele mit Rangfolge, einschließlich klarer und messbarer Zielvorgaben für Output oder Ergebnisse (Indikatoren). Hierbei sind Verknüpfungen mit den übergreifenden  Zielsetzungen  Innovation,  Umweltschutz,  Eindämmung  des  Klimawandels und Anpassung an seine Auswirkungen darzustellen.

F)  Beschreibung der Entwicklungsstrategie, einschließlich einer Beschreibung des integrierten und innovativen Charakters der Strategie. Festlegung von mindestens drei und  höchstens  acht  Handlungsfeldern,  die  sich  kohärent  aus  den  identifizierten Handlungsbedarfen ableiten und entsprechend priorisiert sind.

G)  Aktionsplan zur Veranschaulichung der Umsetzung der Ziele in Maßnahmen.

H)  Beschreibung der Verwaltungs- und Monitoringvorkehrungen zur Strategie, in der die Kapazität der Lokalen  Aktionsgruppe zur Umsetzung der Strategie verdeutlicht wird und eine Beschreibung der speziellen Vorkehrung für die Selbstevaluierung (Struktur und Eignung der LAG).

I)   Finanzierungskonzept im Sinne einer Allkokation der Budgets im Rahmen eines indikativen Budgets pro Handlungsfeld unter Berücksichtigung des  unter G) genannten Aktionsplans.

Bei der Erstellung des Regionalen Entwicklungskonzepts sind folgende Eckpunkte besonders zu beachten:

Das regionale Entwicklungskonzept muss insbesondere den Vorgaben der ELER-Verordnung und der zugehörigen Durchführungsverordnung entsprechen.

  • Die Ziele der Entwicklungsstrategie müssen auf den Stärken und Schwächen des Gebiets aufbauen. Die Strategie muss konsistent sein, d.h. es muss ein klarer Bezug zwischen Ziel, Strategie, Maßnahmen und Projekten gegeben sein. Übergeordnete Planungen müssen berücksichtigt werden.
  • Das Regionale Entwicklungskonzept enthält eine Darlegung der sonstigen Finanzierungsquellen, mindestens jedoch Beschlüsse der jeweiligen Gebietskörperschaften, aus denen hervorgeht, dass die Gebietskörperschaften die lokale Entwicklungsstrategie mittragen und alles daran setzen, die Finanzierung der Umsetzung sicherzustellen. Eine regionale öffentliche Beteiligung ist – abhängig von der Regionsgröße – mindestens im Umfang der in der Tabelle „Regionaler Bewirtschaftungsrahmen“ dieses Programms benannten Finanzanteile zwingende Voraussetzung.
  • Die Schritte und Methoden im Strategiefindungsprozess haben den bottom-up Ansatz ausreichend berücksichtigt, die Erarbeitung der Entwicklungsstrategie wurde in der Region auf breiter Basis und unter Einbindung der lokalen Bevölkerung und aller relevanten EntwicklungspartnerInnen diskutiert und ist das Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses in der Region.
  • Nur wenn die Mindestanforderungen an die lokalen Aktionsgruppen und an die lokale Entwicklungsstrategie erfüllt sind und der Antrag frist- und formgerecht eingegangen ist, kann die Bewerbung zur Auswahl zugelassen werden.

Leitbild und Handlungsfelder der LEADER Region 3 Länder Eck

„Die Region ‚3-Länder-Eck‘ versteht sich als grenzüberschreitende Ideenschmiede für die ländliche Regionalentwicklung. Die Menschen fühlen sich in der Region beheimatet und tragen gern zu deren Weiterentwicklung bei. Die Region ‚3-Länder-Eck‘ bietet vielseitige Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten – mit Blick über die Landesgrenzen und über den nationalen Tellerrand – und fördert eine individuelle Lebensgestaltung. Die Region umfasst einen Natur- und Kulturraum, der noch intensiver als bisher grenzüberschreitend miteinander verbunden und vernetzt ist.“

Querschnitts-Handlungsfeld: Grenzüberschreitung

PB: Grenzüberschreitende regionale Identität

PB: Grenzüberschreitende interkommunale Zusammenarbeit

Handlungsfeld 1: Leben und Bildung

PB: Wohnen

PB: Generationen

PB: Bildung

PB: Dörfer

Handlungsfeld 2: Wirtschaft und Arbeit

PB: Aktive Willkommenskultur

PB: Vereinbarkeit Familie und Beruf / Fachkräfte

PB: Handel und Konsum

PB: Tourismus und Freizeit

Handlungsfeld 3: Umwelt und Klima

PB: Energie und Wertstoffkreisläufe

PB: Mobilität

PB: Umweltbildung